The Soundtrack Show ist ein recht neuer Podcast. Mit gerade einmal sechs regulären Episoden kann man wohl sogar von sehr neu sprechen. Gastgeber David W. Collins führt den Zuhörer dabei durch die überraschend interessante Welt der Soundtracks. Er anlysiert die Bedeutung von Musik für Filme, Videospiele und TV-Serien.

Host: David W. Collins

Dabei beleuchtet er das Thema von allen Seiten ohne sich jemals in komplexer Musiktheorie oder Fachausdrücken zu verlieren. Ein Soundtrack ist nicht einfach nur die akustische Untermalung eines Films und David Collins leistet fantastische Arbeit, wenn es darum geht dies rüber zu bringen. Bislang hat er genauso allgemeinere Themen wie “Was ist der Unterschied zwischen Sound Editing und Sound Mixing?” besprochen, wie auch den Einsatz von Musik in konkreten Filmen wie Der weiße Hai.

In meinem momentanen Favorit stellt Collins das Dies Irea als musikalisches Wort für “Tod” vor und zeigt, wie es in diversen Filmen nicht nur die passende Atmosphäre erzeugt, sondern sogar noch kommende Wendungen wiederspiegelt. Der Name der Folge lautet Doom and Gloom und ist ein perfekter Einstiegspunkt in den Podcast.

Hörerlebnis

Als Teil des HowStuffWorks Netzwerks liefert The Soundtrack Show die gewohnt hohe Produktionsqualität. Der Sound ist sehr gut abgemischt, es gibt keine störenden Echo-Effekte etc. Collins hat eine sehr angenehme Stimme und weiß wie er diese in einem Podcast zu verwenden hat. Er spricht in einer fast konstanten Lautstärke und schafft es weder monoton noch zu hektisch zu sprechen. Ihm ist die Begeisterung in der Stimme anzuhören ohne dass der Hörfluss gestört wird.

Zwar recht ungewöhnlich für einen HowStuffWorks Podcast, für eine Musikshow dieser Art aber unabdinglich sind die regelmäßigen Einspieler aus Filmen und Soundtracks. Collins sitzt zudem an einem Klavier/Piano/Keyboard um einzelne Tonfolgen oder Rhythmen hervorheben zu können. Beides fließt sehr angnehm in die restliche Show ein.

Die Thematik

Der Grund, warum mich die Soundtrack Show seit meinem Einstieg so gefässelt hat und schon nach sechs Folgen seinen eigenen Artikel bekommt ist seine Thematik. Allerdings nicht, weil mich die Thematik immer schon interessiert hat, sondern aus dem genauen Gegenteil. Ich betrachte mich als eine Person mit einem minderschweren Fall von Musiklegasthenie. Ich höre zwar recht viel und auch sehr gerne Musik, interessiere mich aber quasi gar nicht für die Feinheiten hinter dem Songschreiben, geschweige denn die Welt der Musiktheorie. Ich bin nicht in der Lage Tonleitern auseinander zuhalten und habe auch kein Interesse daran es zu können.

Umso erstaunter war ich, als ich nach dem Probehören der Doom and Gloom Episode absolut begeistert direkt die nächste Folge downloaden musste. The Soundtrack Show hat mich für ein Thema begeistert, von dem ich dachte, dass es mich gar nicht begeistern kann.

Alle Folgen von The Soundtrack Show finden sich unter diesem Link. Mehr zur Show findet sich auf der offiziellen Homepage.