Die weiße Feder ist ein traditionelles Symbol der Feigheit. Der größte und weiträumigste Einsatz fand im Rahmen des ersten Weltkriegs im gesamten britischen Gebiet statt. Mit der Order der Weißen Feder wurden vorallem junge patriotische Frauen dazu aufgefordert Männern, die zur Kriegszeit nicht uniformiert durch die Straßen gingen, eine weiße Feder als Feigheitssymbol anzustecken. Ziel war es diese Männer durch diesen Akt der öffentlichen Demütigung dazu zubringen sich für den Militärdienst einzuschreiben.

Die weiße Feder als Symbol der Feigheit stammt ursprünglich aus dem Hahnenkampf. Kampf-Hähne hatten recht häufig weiße Federn im Schwanzgefieder. Scheute ein Hahn den Kampf wante er sich ab zeigte so die weißen Federn.

An die Front Schämen

Zur Zeit des ersten Weltkriegs hatte das vereinigte Königreich keinen obligatorischen Militärdienst. Männer, die nicht der gewaltigen Propaganda-Maschine folgten und den Kriegsdienst gegen die Mittelmächte antreten wollten, konnten nicht dazu gezwungen werden. Nach der Desillusionierung aller Beteiligten in den ersten Kriegsmonaten wurde schnell klar, dass industrialisierter Krieg eine Materialschlacht werden würde; Quantität statt Qualität. Also ersann Admiral Charles Penrose Fitzgerald einen anderen Plan: Wenn die Männer schon nicht für ihr Land in den Krieg ziehen würden, dann vielleicht zur Rettung ihres eigenen Rufes. Die Order der Weißen Feder war geboren.

Anfangs bestand Fitzgeralds Demütigungs-Brigade aus lediglich 30 jungen Frauen, die in der englischen Kleinstadt Folkestone ihre Federn verteilten. Als die Presse anfing darüber zu berichtet breitete sich der Trend wie ein Lauffeuer über das ganze Land aus.

Die Medien der Zeit wurden das Bild der weißen Feder Bewegung primär durch zwei Erzählungen dominiert. In der einen gesteht der junge Mann sich selbst, bekräftigt durch die weiße Feder, seine Feigheit ein und gewinnt seine Ehre durch Heldentaten zurück. In der anderen präsentiert die junge Frau einem Veteranen das Symbol der Scham, der anschließend ein Zeichen seiner getanen Arbeit präsentiert und so den Respekt der Frau gewinnt. Dass die Realität aber meist anders aussah, versteht sich wohl von selbst.


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