YouTube-Gold: Here’s a Thing

Wie viel Journalismus steckt eigentlich in Videospiel-Journalismus? In meinen Augen nicht unbedingt all zu viel. Die meiste Zeit über sind Videospieljournalisten entweder mehr oder weniger gute Kritiker oder Sprachrohre für Entwickler und Publisher von Videospielen. Das klingt sehr negativ, soll es aber nicht unbedingt sein. Videospiel-Journalismus hat diverse Probleme, deren Ausführung hier den Rahmen sprengen würde, aber es ist nicht alles schlecht. Es gibt sehr gute Videospiel-Reviews und viele tolle Artikel und Videos, die sich analytisch und kritisch mit Videospielen auseinandersetzen. Auch das Sammeln von Meldungen aus der Videospielwelt ist wichtig, wir wollen ja schließlich auf dem Laufenden bleiben.

Viele Worte, um eine kleine Aussage: “Echter” Journalismus mit Recherche, Interviews und so weiter, ist in der Videospielwelt recht selten. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Eine dieser Ausnahmen ist Eurogamers Here’s A Thing.

Themen

Im Fokus von Here’s A Thing stehen in der Regel Geschichten hinter bestimmten Videospielen. Darunter fallen Videos über Spiele die zwar weitentwickelt waren, aber letztlich nie erschienen sind, sei es Prey 2 bevor Arkane Studios die Reihe übernommen hat oder das erste Konzept von Dead Space 3 bevor EA heftige Änderungen vornehmen lies. Auch überraschende Entwicklungsgeschichten hinter Spielen, die erfolgreich veröffentlicht wurden wie der Sprecher, der nicht wusste, dass er an Fallout 4 arbeitete oder der lange Weg eines Nintendo-Fans zur Entwicklung eines Mario-Spiels werden immer wieder zum Thema. Die letzten Videos dieser Kategorie sind Hintergründe zu bestimmten Spielabschnitten oder -mechaniken, wie die kugelsichere Bratpfanne in PUBG oder die Beleidigungskämpfe in Monkey Island.

Dann gibt es noch Videos, die Dinge näher am Tellerrand der Videospiele behandeln. Darf man seinen Steam-Account nach seinem Tod vererben, wurde Xbox Kinect für einen Kunstdiebstahl benutzt und was hat Nintendos erstes Spiel mit der Yakuza zu tun?

Jedes Video der Reihe lohnt die 5-20 Minuten Laufzeit, aber mein Lieblingsvideo ist wohl das zum unveröffentlichten Prey 2. Hauptsächlich weil die Story- und Gameplayideen des Spiels absolut fantastisch klingen.

 

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